DJK H1 mit toller Moral zum verdienten Remis

Die DJK Singen hat am Samstagabend (28.09.2019) im ersten Heimspiel der Saison einen Punkt geholt. Das Team vom Trainergespann Jörg Zimmermann & Markus Steinhäusler trennte sich von Landesligaabsteiger TV Messkirch mit 23:23 (11:10). Die Partie in der Münchriedhalle war vor guter Kulisse stets heiß umkämpft und fand im Remis ein für alle Seiten akzeptables Ergebnis.
Messkirch trat mit der erfahrenen Truppe des Vorjahres aus der Landesliga an. Junge Spieler kamen mittlerweile hinzu. Abgänge gab es keine. Lediglich ein Akteur fehlte.
Die DJK startet in eine richtungsweisende Saison. 4 neue Akteure (Feucht, Partenheimer, Löchle, Lehmann) und Rückkehrer nach langer Verletzungsgspause wie Weitz und Dani Achatz gilt es nun erfolgreich zu einem Team zu formieren. Sebi Achatz wie auch Manuel Stehle benötigen noch länger in der Rekonvaleszenz.
Motivierende Aussichten für die Saison 2019/2020. Der unmittelbare Start auf dem Parkett heute misslang jedoch gleich. Nach 0:2 folgten 3:3, 3:5 und bis zum 6:8 nach 20 Minuten lag der Gastgeber regelmäßig zurück.
Die neu formierte „ERSTE“ der DJK hielt vor allem defensiv in diesem körperlich hochintensiven Spiel von Beginn an stark dagegen. Messkirch forderte den Akteuren alles ab. Offensiv dauerte es aber länger, bis der Motor auf Touren kam.
Mit einem 11:10 für die DJK ging es in die Pause. Einzig die Sirene nahm Stefan Amann 1 Sekunde zu früh das 12. Tor von der Hand. Dies sollte Daniel Achatz umgehend nach Wiederanpfiff nachholen. Nur einer seiner insgesamt 8 entlastenden Treffer.
Es war eben das erwartet enge Spiel.
In Hälfte zwei kam der Gastgeber deutlich besser hinein und diktierte auch mit emotionaler sowie faktischer Unterstützung von Abwehrverbund und Torhüter lange Zeit den Spielstand. Zahlreiche Führungen von 15-12 bis zum 17-15 liessen auf einen Starterfolg hoffen.
Doch Messkirch steckte nicht auf – und (unnötig) hektische Spielphasen mit reichlich Stimmung im Münchried ließen die Partie zunehmend Spitz auf Knopf stehen. Leider wurde auch von Außen reichlich Unruhe gefördert.
Die Führung wechselte dramatisch. Spielte Paul Forster einen starken Part heute, so fehlte insgesamt von allen Akteuren im Angriff dennoch noch mehr Entlastung für Daniel Achatz und die Kreisläufer Partenheimer/Amann oder Löchle.
Ein Wechselbad der Gefühle. Nach zuerst erneuter Führung 2 Min vor Schluss zum 22:21 sah man plötzlich gebannt auf die Uhr. Messkirch glich aus, ging sogar in Führung und Auszeiten beider Trainer summierten die Spannung.
Beim Stand von 22:23 und 52 Sekunden Spielzeit unterbrach Jörg Z. die Angriffs-Szenerie. Time Out. Klare Aktionen und Attacke mit Spielzug gab es als Vorgabe für Alex Köszegi und Nicki Schmidt auf den Weg.
Bernd Z. und weitere Akteure forderten alles ein. Alles sei möglich und man ginge auf Sieg und nicht Remis. ‚Common’ war lautstark zu hören von der Bank: „Das holen wir uns“ feuerte es im Kreis.
Und Tim Weitz gab mit seinem 6. Treffer heute gleich ein Statement Richtung Messkirch. 23-23. Da war „das Ding“…
Die erneute Auszeit Messkirchs bei noch 32 Sekunden Spielzeit brachte nun rückblickend vielleicht mehr Gedanken ins Spiel als gewollt?! Vielleicht war es Nervosität, vielleicht der Druck gewinnen zu wollen und auch das drohende Zeitspiel…
Ein technischer Fehler jedenfalls das aus Messkircher Sicht ärgerliche Resultat und plötzlich war die Chance einer zweiten Welle für die DJK. Jedoch wurde hier einen Tick zu lange überlegt – zu überrascht war man ob der plötzlichen Siegchance. Zum krönenden Tor-Abschluss aus dem Rückraum fehlten maximal 1-2 Sekunden. Es sollte so sein.
Beide Teams standen etwas ungläubig auf dem Feld. Wohl realisierend: das hätte für jeden nach hinten los gehen können. Und dennoch darf man stolz sein. Dies gilt wohl für beide?!
Alles in allem aus heimischer Sicht: fair & gerecht.


Stimmen zum Spiel:„Wir sind nicht enttäuscht, wir haben das ganze Spiel über immer wieder geführt. Ein neues Team, Neuzugänge, Rückkehrer, ein großer Kader das benötigt Zeit auf unserem Weg – wir hatten den Sieg vor Augen und standen dennoch fast mit leeren Händen da. Dann kamen Moral, Wille, Eier und etwas Glück. Hey wir haben hier einen Punkt gewonnen! Gegen diesen Gegner so zu starten: Das geht auch schlechter. Da bin ich schon stolz!“ (Jörg Zimmermann)


Markus Steinhäusler ergänzt: „Die Charakterstärke dieser Mannschaft ist schon jetzt zu diesem sehr frühen Saisonzeitpunkt super. Die Jungs haben sich von Rückschlägen und dem ständigen Hinterherlaufen nicht unterkriegen lassen. Geil wie Bernd nach langer Pause heute hinten rotierte. Die Abwehr hat geackert. Dani ist zurück. Tim auch. Ach, allesamt heute. Auch die Bank. Egal. Insgesamt haben wir ein intensives Spiel gemacht. Sei doch mal ehrlich; das war eines der besten und spannendsten Unentschieden, seit ich hier Trainer bin.“

„Männer wir haben einen Punkt gewonnen. Das war stark. Nie aufgegeben und brutal gekämpft. Die Bank war da, die Stimmung auch. Geil. Solche Spiele gingen in der Vergangenheit zu häufig in letzten Momenten noch verloren. Jetzt sind wir da.“ (Alexander Köszegi) (bz)

Spielfilm Halbzeit 1:
0:2 – 3:3 – 3:5 – 6:8 – 8:8 – 10:9 – 11:10
Spielfilm Halbzeit 2:
12:10 – 15:12 – 17:17-17:19 – 20:20 – 23-23