Hart umkämpfter Heimsieg im Münchried

Die H1 der DJK Singen gewinnt das Heimspiel gegen Landesliga-Absteiger ‚TV Pfullendorf’ verdient mit 25:22 (12:12).

Die DJK ist damit seit 5 Punktspielen zu Hause saisonübergreifend ungeschlagen.

Vor dem heutigen Spiel am 12.10.2019 war so gut wie nichts bekannt über die Gäste. Einzig einige bekannte Abgänge wie Staudacher oder Singh (durch den Liga-Flurfunk) wusste man vorsichtig und defensiv positiv einzuschätzen. Der Rest blieb die befürchtete wie auch schwierige Überraschung.

Jörg Z. Und „Steini“ mussten an diesem Abend auf sämtliche Linkshänder – Optionen verzichten. (Stehle, Krug) Weitere Akteure wie Lehmann und Köszegi fehlten. Dafür waren Achatz, Partenheimer und Amann wieder an Bord. Wieland im Tor kehrte heute ebenfalls zurück – wie wichtig, sollte er später eindrucksvoll unterstreichen.

Neuzugang Jannik Speidel rückte ebenfalls erstmals in den Kader. Zur Freude aller Verantwortlichen. „An dem werden wir noch viel Spaß haben. Guter Typ, nice guy. Dazu schnell, dynamisch und immer mit Gas am Hebel. Top“, freut sich Bernd Z. über den nun noch vollzogenen Wechsel.

„In der Landesliga wird Handball gespielt und gekämpft. Die haben dazu gelernt. Das ist klar. Das Niveau dort haben sie angenommen und verinnerlicht. Das werden wir heute zu spüren bekommen…“ (Jörg Z. Und M. Steinhäusler im Gleichschritt vor dem Spiel beim beobachten des gegnerischen „Warm ups“).

Weit entfernt von einem Pflichtsieg also, und dennoch zu Hause im heimischen Münchried und mit dem „Rucksack“ aus Ehingen in der Vorwoche am Ende ein Gegner, gegen den man unbedingt punkten musste, um den größten Druck erst mal aus dem Kessel zu nehmen.

Dementsprechend nervös war auch der Auftakt in die Partie. Bis zum 5:5 in der 13. Spielminute war es von beiden Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe.

Die Abwehr packte nun kompakt zu und dahinter wurde Torhüter Andi Wieland immer mehr zum Faktor.

Pfullendorf, vorrangig durch den stark aufspielenden Manuel Scheitler oder den unerbittlich kämpfenden und Dauer-werfenden Nico Sugg, blieb lange Zeit der erwartet unbequeme Gegner. Was jedoch zudem Pfullendorfs Torhüter an diesem Abend alles entschärfte, war schlussendlich der eigentliche Grund, weshalb nicht früher Distanz aufgebaut werden konnte. Aus heimischer Sicht geht das natürlich auf keinen Fall. Unzählige sogenannte freie ließ man liegen. Nur 2 von 4 Siebenmetern wurden verwandelt. Tief im Spagat brachte er die DJK zur Verzweiflung.

Der Innenblock rührte in der Schluss – Viertelstunde richtig Beton an und der Vorsprung wuchs. Viel zu spät möchte man sagen, ob der vielen Chancen. Doch auch begeisternd am Ende, was darüber hinweg Lächeln lässt.

Ein ums andere Mal konnten Nikki Schmid, oder Dennis „Doktor“ Löchle auf die Speed Reise geschickt werden. Unschön einzig, wie Speidel als Wirbelwind im Tempogegenstoss aus der Luft gepflückt wurde – Direkt rot die logische Konsequenz. Es wurde niemand nachhaltig verletzt. Vorsatz wollte niemand unterstellen. Auf Kopfschütteln und Alarm-Stimmung folgte entschuldigendes Abklatschen.

Insgesamt ein hartes aber nicht unfaires Spiel, bei dem die Heimmannschaft einiges an Blessuren davon trug. Nachhaltig länger verletzt sind wohl weder das „erschossene Abwehrbollwerk Leicher“ noch Flo Dickgiesser.

Niklas Schmid zeigt dagegen immer mehr seine Nehmerqualitäten. „Blut nach dem Spiel gehört doch irgendwie dazu, oder?“, konstatiert er trocken lächelnd selbst mit triefend roter Nase.

Von 16-17 und 17-18 (48. Min.) ging es auf 23-19 davon. Die offensive Manndeckung über das gesamte Feld war gut gelöst von den Linzgauern. Dennoch zog die DJK uneinholbar auf 25-20 davon. Andi Wieland wie eingangs erwähnt, spielte ein gutes Match, verzeichnete aber gerade in der Crunchtime ab Minute 45 etliche Paraden und war so der wichtige Rückhalt für das Abwehrkollektiv.

Die Gäste steckten zwar nicht auf, kämpften sich jedoch auch nicht mehr gefährdend ins Spiel zurück und mussten nach einer überzeugenden Schlussphase der DJK die Heimreise mit leeren Händen antreten.

50 Minuten lang hatten noch beide Teams den Glauben an einen doppelten doppelten Punktgewinn ehe die DJK final aufdrehte und auch wieder konsequenter die Abschlüsse fand.

Am Ende war es vielleicht etwas hektisch auf der Platte und deshalb sah man wohl mehr stöhnende Erleichterung über diesen wichtigen Sieg als hemmungslos aufbrandenden Jubel. Verständlich – und in der Kabine gewiss nicht weniger schön. Glückwunsch!

In den Linzgau für das Rückspiel reist man erst Mitte Februar (15.02.). Zur unmittelbar nächsten Aufgabe nach Rielasingen dagegen geht es schon am kommenden Wochenende.

Dann trifft man auf dem ungeliebten Talwiesengelände auf die SG Rielasingen-Gottmadingen. Unter dem Motto „harzfrei“ erhoffen sich die doch stark veränderten Gottmadinger beim Junior-Partner der Spielgemeinschaft in Rielasingen einen ungleichen Wettbewerbsvorteil. Zahlreiche Akteure der DJK sind mit dieser Situation jedoch vertraut; und es bleiben sowohl reichlich Zeit wie auch ausgiebige Trainingseinheiten, um sich auf diese Situation vorzubereiten.

Vergangene Woche konnte man „RIGO“ zudem beobachten. Ohne Trainer Peter Liebl an der Bank, (2 Spiele Sperre) dem sowohl das Spielen als auch vor allem das Coachen untersagt ist, bleibt abzuwarten wie die personell stark veränderten Gottmadinger agieren. Plesse wechselte nach Ehingen. Johannes Frank folgte Dominik Garcia nach Steisslingen in die dortige SBL-Reserve. Dennis Löchle, Anselm Feucht, Sven Lehmann und Gabriel Partenheimer wechselten zur hiesigen DJK.

Ohne zu viel Blicke auf solche „Nebenkriegsschauplätze“ aber konsequent vorbereitet und konzentriert möchte man bei der DJK nach diesem Heimsieg heute nun auch den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren.

SG RIGO – DJK SINGEN, Samstag 19.10.2019 um 20.00 Uhr, Talwiesenhalle Rielasingen

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