Hohentwiel Special-Talk

DJK Singen u. Sebastian Achatz

Interview geführt von Bernd Zimmermann (DJK) mit Sebastian Achatz (Sebi):

DJK: Hallo Sebi. Schön dass Du Dir trotz Warm up „Deiner Mädels“ (1. Damen DJK) hierfür die Zeit nimmst. Die Serie dieser Specials Startet mit Dir. 

Sebi: Danke. Hat sich kein anderer getraut? 

DJK: Wir waren der Meinung Du hast den Start verdient. 

Sebi: Ich habe doch gar nichts gemacht in letzter Zeit? 

DJK: Mehr als Du denkst und das weist Du. Deine erneute OP und hoffentlich auch letzte war nun im Januar. Stand der Dinge? Alles gut gelaufen? 

Sebi: Alles tip top. Bin da super betreut worden und hab alles richtig gemacht. Der Termin für die OP war bewusst so gewählt für mich, vor allem aber für meine Frau. Also für uns. Das war uns sehr wichtig. Wir haben privat sehr viel erleben dürfen und auch noch viel vor uns. Hochzeit, Reisen, Nachwuchs. Der Termin lag im Januar perfekt und war eben an sich auch unausweichlich. Sonst läufts sehr gut. Arbeite intensiv. 

DJK: Seit längerer Zeit bist Du nun schwer verletzt, und doch immer nah am Geschehen und bei den Spielen der ersten Mannschaft dabei. Dein Enthusiasmus in dieser Rolle in allen Ehren, aber wie sehr fehlt Dir das Aktive Mitwirken mittlerweile?

Sebi: Sehr. (lacht)

DJK: „Sehr“ ist uns schon klar, das sieht man und spürt man dauerhaft. Humor hast Du. Wann glaubst du wieder ins Trainingsgeschehen eingreifen zu können?

Sebi: Das klare Ziel für mich heißt zum Start der Vorbereitung mit eingreifen zu können. Zweikämpfe und Belastung in der Halle benötigen dann bestimmt etwas mehr Zeit. Oder sagen wir mal: etwas mehr Vertrauen. Zum jetzigen Zeitpunkt aber fühlt sich alles gut an, ich arbeite bereits intensiv mit dem Physiotherapeuten und im Krafttraining. Ich bin guter Dinge dass auch der Start in der Halle mit der Mannschaft gemeinsam erfolgen kann.

DJK: Die Mannschaft vermisst Dich enorm. Menschlich bist Du stets Teil des Ganzen. Aber im Training, auf dem Feld und nicht zuletzt in den Spielen fehlt oft Deine Durchschlagskraft und Dein absoluter Wille. Wie machen das die Jungs bisher ohne dich? Und ist es Dein Anspruch als Nummer 1 im rechten Rückraum zurückzukehren?

Sebi: Die Jungs machen das echt gut. Der Zug nach vorne fehlte hier und da. Aber das Team wächst zusammen. Dennoch finde ich, wenn ein halbrechter Rückraumspieler mit Dampf zum Tor zieht, dann sollten schon ein bis zwei Spieler am Boden liegen – oder zumindest mit den Ohren schlackern. (Lacht) Meine Vertreter lösen das aber bravurös. Vielleicht etwas spielerischer als ich. Dafür gibt’s von mir halt alles mit Wumms.

DJK: Und das ist ja das, was wir von Dir vermissen.

Sebi: Ich vermisse vor allem die Kabine. Und die coolen Neuzugänge. Ein geile Truppe und mit den neuen spielte ich ja noch gar nicht zusammen.

DJK: Du siehst deutlich fitter aus als vor deiner Verletzung. Eine tolle aber kuriose Entwicklung. Was hast du für dich verändert?

Sebi: Ich bin schwanger geworden. O. k., meine Frau, die hat mir alles weg gefuttert. (lacht laut).

DJK: Mit zwei grandiosen Auswärtssiegen fährt dein Team gerade eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen und hat Kontakt nach oben. Die Verfolgung auf Platz 3 sind auf Distanz gehalten. Wo geht deiner Meinung nach die Reise hin zum Saison – Endspurt? Wird es Platz 3, 4 oder ist gar noch mehr drin?

Sebi: So wie aktuell alles läuft und aussieht, auch die Tabelle, unsere Leistungen. Da ist die ein oder andere Niederlage aus der Hinrunde ein Jammer. Jetzt knüpfen wir gerade Woche für Woche an gute Leistungen an. Das ist auch gut so. Mehr können wir nicht machen. Uns selbst entwickeln und die beiden da oben (Messkirch und Allensbach) ein bissle unter Druck setzen. Dann schauen wir mal. Mitnehmen was geht würde ich sagen. Chance auf Landesliga nutzen wenn sie da ist. Was kommt das kommt.

DJK: Gutes Stichwort. Bald kommt noch mehr. Es gibt Vaterfreuden und Familienzuwachs im Hause Achatz? Wann ist es soweit? Nervös?

Sebi: Ganz ehrlich? Nervös ja. Die Veränderungen, Verantwortung und vieles mehr – aber die Freude kommt da wohl im Gefühl zum Ausdruck. Die überwiegt noch viel mehr. Und ein neues Handball – Mitglied gibt’s dann ja auch. (Grinst). Mit Glück wird’s ein Linkshänder. Ich schau mal was sich da machen lässt.

DJK: Vielen Dank für Deine Zeit Sebi. Weiterhin viel Erfolg als Trainer der Damen und stets 2 KG mehr auf der Beinpresse als geplant.

Sebi: Danke Euch. Das hat Spaß gemacht.

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