DEUTSCHE MEISTERSCHAFT B-W: Kantersieg im hohen Norden

Das Projekt „Deutsche Jugendmeisterschaft“ der JSG Hegau startete am frühen Samstag um 04.30 Uhr mit einer 12-stündigen Busfahrt in die 840 km entfernte Hansestadt Stade.

Nach einer Nacht in der Jugendherberge in Stade ging es dann am Sonntag in den Nachbarort Fredenbeck zum Spiel gegen den Meister der Oberliga Niedersachsen-Bremen,  den B-Mädchen des VFL Stade. Dort legte das Team sofort einen furiosen Start hin und führte schnell mit 4:0 Toren, wobei der Gegner mit einer sehr offensiven Abwehrformation überrascht wurde. Bereits nach wenigen Minuten sah sich deshalb der Stader Trainer dazu gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Diese Maßnahme zeigte kurzfristig auch seine Wirkung.  Stade kam auf 2 Tore zum 6:4 heran und konnte in der Folge das hohe Tempo bis zum 10:8 für die JSG Hegau mitgehen. Nun nahm Claus Ammann, der Trainer der Hegau-Mädchen, seine Auszeit. In der Folge kam wieder Ordnung ins Spiel der JSG und die starke Phase des Gegners war damit beendet. Nun stand das Team wieder sehr konzentriert und beweglich in der Abwehr und es gelang, den Stader Mädchen während deren Spielaufbau immer wieder Bälle ab zu fangen und somit mit einfachen Gegenstößen den Vorsprung Tor um Tor aus zu bauen. Stade konnte nun immer weniger dem hohen Tempo folgen und so stand es bereits zur Halbzeitpause 18:9 aus Sicht der JSG Hegau.

Nach der Pause kamen die Spielerinnen entschlossen zurück auf das Spielfeld und machten dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Phasenweise zeigte man nun Handballkost auf hohem Niveau. Mit einer enormen Laufbereitschaft und sicheren Ballstafetten wurde mit viel Druck solange gespielt, bis eine Lücke zum Abschluss gefunden wurde. So erhöhte sich der Vorsprung weiterhin kontinuierlich. Mitte der zweiten Halbzeit war das Spiel dann beim Stand von 30:13 bereits entschieden. Auch die wenigen mitgereisten Fans liefen währenddessen immer mehr zur Hochform auf und nahmen die Halle in Fredenbeck lautstark in ihren Besitz. Beim Stand von 38:21 war das Spiel dann zu Ende und die Mädchen wurden anschließend von ihrem Fanclub vor der Tribüne euphorisch gefeiert. Dabei zeigte das erfolgreiche Team, dass sie nicht nur „Kampfschweine“ sondern durchaus auch „Feierbiester“ sein können.

Aufgrund der um ein Tor besseren Tordifferenz gegenüber dem Topfavoriten HC Leipzig konnte die Heimreise sogar als momentaner Tabellenführer der Gruppe C angetreten werden. Bei der Ankunft in Steißlingen am frühen Montagmorgen verabschiedeten sich alle mit dem Vorsatz, auch in zwei Wochen in Leipzig alles aus sich heraus zu holen, um dann am Doppelheimspieltag am Pfingstwochenende in der Steißlinger Mindlestalhalle die Spannung hoch zu halten und viele Handballfans aus der gesamten nahen und weiten Region zum Zuschauen und Anfeuern zu begeistern.

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